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Beschäftigung für den Hund

Februar 12th, 2009 · No Comments

Wer einen Hund zuhause hat, der weiß sicherlich auch, dass so ein Tier auch beschäftigt werden will. Es reicht nicht, drei- oder viermal am Tag mit dem Hund vor die Tür zu gehen und ihn kurz sein Geschäft verrichten zu lassen. Auch wenn ein Hund im Durchschnitt etwa 17 Stunden pro Tag verschläft, möchte er doch in den Stunden, in denen er wach ist, eine Beschäftigung. Natürlich kommt das auch immer ganz auf den Hund an. Welche Rasse ist es, wo liegen seine Stärken und wo seine Schwächen, das alles sind Punkte, die man schon beachten muss. Ein Hund, der sich überhaupt nicht für Bälle oder anderes Spielzeug interessiert, wird sich kaum für Dinge wie Ballspielen oder Apportieren begeistern lassen. Ein Tier hat immer auch ganz individuelle Bedürfnisse, auf die man natürlich auch eingehen sollte, wenn man möchte, dass es seinem Tier so gut wie möglich geht.

Natürlich kann man einen Spaziergang mit seinem Vierbeiner auch ganz interessant gestalten und ihn dabei auch auslasten. Je nach dem welche Rasse man hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es ist aber nie schlecht, während des Spaziergangs immer mal wieder kleine Übungseinheiten einzubauen, die dem Grundgehorsam dienen. Zum Beispiel kann man Kommandos wie Platz oder Sitz üben. Meist funktionieren diese Dinge im Haus oder im eigenen Garten hervorragend. Dies liegt aber oftmals daran, dass es dort eben keine Ablenkung gibt, weder für das Herrchen noch für den Hund. Anders sieht es dann schon aus, wenn man im Park ist, wo es nicht nur andere Hunde gibt, die herumlaufen, sondern wo dem Tier auch ständig neue Gerüche in die Nase steigen, die das Herrchen oder Frauchen schnell einmal uninteressant werden lassen. Das sind dann gute Gelegenheiten, um mit dem Hund Kommandos zu üben, wie etwa bei Fuß laufen.

Natürlich kann man den Spaziergang auch spielerisch gestalten. Wenn der Hund gerne mit einem Ball oder einem Stöckchen spielt, kann man ihm das Apportieren beibringen. Dazu wirft man den Gegenstand vor dem Hund weg und verlangt von ihm, es wieder zu bringen. Je nach Hunderasse, kann es etwas dauern, bis das Tier kapiert, was man von ihm verlangt. Golden Retriever zum Beispiel, wurden extra dafür gezüchtet, um Tiere aus dem Wasser zu apportieren. Er wird relativ schnell lernen, dass er einen Ball wieder bringen muss, damit das Spiel weitergeht. Andere Rassen, wie etwa ein Dackel, könnten damit schon etwas länger brauchen. Hier liegt es dann an der Geduld der Besitzer, ihrem Tier das Spiel bis zur Vollendung beizubringen. Unterstützend könnte dabei ein Clicker dienen. Dieses kleine Plastikinstrument wird beim Hund mit einer positiven Belohnung verknüpft. Die Konditionierung dauert etwa eine bis drei Wochen. Danach weiß der Hund, dass der Click eine Belohnung bedeutet. In diesem Fall eben, dass das Spiel weitergeht und der Spaß noch kein Ende hat. Man kann aber natürlich auch mit Leckerchen belohnen. Auch das kommt wieder ganz auf den Hund an.

Jagdhunde kann man begeistern, indem man ihnen während des Gassigangs zum Beispiel eine Fährte legt. Dies kann, wenn es sich beim Herrchen um einen echten Jäger handelt, der auch damit Erfahrung hat, zum Beispiel um eine Schweißspur handeln. Diese muss man dann allerdings legen, bevor man mit dem Hund nach draußen geht, sonst ist es viel zu einfach für ihn. Als Belohnung kann man dem Tier am Ende der Fährte ein besonderes Leckerchen ganz nach seinem Geschmack hinterlegen. Natürlich kann man aber auch ganz einfache Leckerchenfährten legen. Allerdings sollte man schon darauf aufpassen, dass diese nicht von anderen Hunden aufgespürt wird. Andere Hundebesitzer finden dies vielleicht oftmals nicht so toll, da sie ja nicht wissen, was ihr Hund da genau trifft. Außerdem muss man immer wieder damit rechnen, dass es auch Hunde gibt, die nicht jedes Futter vertragen. Diesen tut man dann keinen wirklichen Gefallen mit seiner Leckerchenspur.

Heike Werner